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Präsident Sepi: Kreativität und Nachhaltigkeit gehen Hand in Hand

So lautete die Botschaft von Mario Sepi, dem Präsidenten des europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA), in einer am 8. Juni 2009 auf dieser Website abgehaltenen Onlinedebatte des Europäischen Frühlings 2009.

Die in französischer und italienischer Sprache abgehaltene Debatte befasste sich mit einem hochaktuellen Thema, nämlich der wirtschaftlichen Krise und den Möglichkeiten, diese durch innovative Lösungen zu bewältigen. Im Namen des EWSA, der u.a. VertreterInnen der verschiedenen Gruppen des wirtschaftlichen und sozialen Lebens Europas eine offizielle Plattform bietet, um ihre Standpunkte zu EU-Themen auszudrücken, erklärte Mario Sepi einige der Gründe der aktuellen Wirtschaftskrise und schätzte ihre voraussichtliche Dauer ein.

In Bezug auf die junge Generation und den Einfluss der Krise auf ihre Zukunft sagte Herr Sepi:

Die Krise wird zweifellos einen Einfluss auf die neue Generation haben, da der Arbeitsmarkt in den nächsten Monaten mit beträchtlichen Problemen kämpfen muss. Nehmen Sie zum Beispiel die StudentInnen, die dieses Jahr ihre Studien abschließen: Sie werden nur mit sehr viel Mühe eine Arbeit finden. Langfristig gesehen wird die Krise vielleicht ein positives Resultat haben und uns ein qualitatives und nachhaltiges Entwicklungsmodell liefern. In der Zwischenzeit müssen die Behörden den jungen Leuten entweder eine Arbeit oder eine gute Bildung anbieten.

In Antwort auf eine Frage über die Verbindung zwischen Innovation und Kapitalismus erklärte Mario Sepi, dass "Innovation vom kapitalistischen System gefördert wird, jedoch von einer nachhaltigen Wirtschaft begleitet werden muss, da Kreativität und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen."

Dies war die letzte in einer Reihe von Onlinedebatten, die im Rahmen des Europäischen Frühlings 2009 von März bis Juni 2009 organisiert wurden. LehrerInnen und ihre SchülerInnen aus 105 Schulen in ganz Europa hatten die Gelegenheit, mit acht Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu interagieren: der Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Margot Wallström, dem Präsidenten des Europäischen Parlaments Hans-Gert Pöttering, dem EU-Kommissar Jan Figel, dem Präsidenten des EWSA Mario Sepi, dem Vizepräsidenten des Ausschusses der Regionen Michel Delebarre, dem Professor Bengt-Åke Lundvall, Domenico Lenarduzzi und Marc Levy.

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24/06/2009 von: Petru Dumitru