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Domenico Lenarduzzi: Hört nie auf zu lernen!

Der Gründer des Erasmusprogramms, Domenico Lenarduzzi, diskutierte am 28. April online über Bildungsprogramme in Europa. SchülerInnen aus neun Schulen in sieben Ländern diskutierten mit ihm über die Reichweite der Programme, ihre Limitationen sowie deren Zukunft. Sie erzählten auch von ihren eigenen Erfahrungen und wollten wissen, wie kleine Schulen die Kosten tragen könnten.

Herr Lenarduzzi während des Chats

Das Erasmusprogramm wurde vor mehr als 20 Jahren ins Leben gerufen, um die Mobilität von StudentInnen zu fördern. Erasmus hat seitdem unzählige Bildungs- und Fortbildungsinitiativen in Europa unterstützt. Das "Programm für lebenslanges Lernen" (LLP) ist ein Überbegriff und umfasst die Initiativen Comenius (Schülermobilität), Leonardo (berufliche Aus- und Weiterbildung) und Gruntvig (Erwachsenenbildung). Das aktuelle LLP endet 2013. Es verfügt über ein Budget von rund 7 Milliarden Euro.

Herr Lenarduzzi sagte: “Europa ist ein wirtschaftlicher Erfolg - doch die EuropäerInnen interessiert das wenig. Wir haben die Bildungsprogramme ins Leben gerufen, damit junge Menschen Gleichaltrige in Europa treffen und die EuropäerInnen von morgen werden können. Comenius ist sicherlich das interessanteste Bildungsprogramm, weil die Schüleraustausche eine Investition in die Zukunft Europas sind".

Herr Lenarduzzi erzählte seine eigene Geschichte als italienischer Student in Belgien. Das Leben in einem fremden Land hat ihm geholfen, eine europäische Identität anzunehmen. Er definierte die Bildungspolitik der EU als gemeinsamen Rahmen, der nationale Systeme nicht ausschließt, aber den Austausch von Wissen innerhalb Europas und darüber hinaus fördert. Herr Lenarduzzi sieht Bildung als Synergieprozess zwischen Eltern, Schulen und der Gesellschaft und unterstrich die Bedeutung des lebenslangen Lernens.

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24/06/2009 von: Alessandra D’Angelo